„Eine Leidenschaft für drei Generationen“

So strahlen müde Spieler samttreuem Anhang. Der Unihockey-Nachwuchs gedeiht prächtig ….

 

Unihockeyteam SV Bergdietikon gewinnt Saisonauftakt

Die Vorgabe für das alljährliche Turnier in Zofingen vom 6.1.18 war allen klar. Wir wollten unsere Haut so teuer als möglich verkaufen, galt es doch den letztjährigen Sieg inklusive Pokal zu verteidigen.

Dass uns dies ein echtes Anliegen war, zeigte sich schon bei den zahlreichen Anmeldungen. Denn jeder wusste, dass es bei einer reinen Spielzeit von 2Std. und 20Min. möglichst viele Auswechselspieler braucht.

In der Umkleidekabine war eine gewisse Nervosität fast greifbar. Einige Akteure standen erstmals im Unihockeytenü des SV Bergdietikon und kannten den Rest der Mannschaft nicht.

Und wirklich, das erste Spiel ging voll in die Hosen. Diese verlorene Begegnung mussten wir schnellstens abhaken und uns gegenseitig aufbauen. Denn nach wenigen Minuten wartete der zweite Gegner aus der Kleinstadt Aarburg. Dieser musste dann richtig unten durch, da unsere Spieler sich den Frust von der Seele schossen. Die „Arbiger“ wurden mit einem 3 : 9 vom Feld geschickt. 

Ab sofort lief das Zusammenspiel, die Manndeckung und die Auswechslungen besser. Dass unser Anhang samt Nachwuchs in Zofingen aufkreuzte, war sicher eine super Motivationsspritze. Jeder möchte doch seiner Freundin oder Frau samt Kindern zeigen, was er „drauf“ hat. So steigerten wir uns Spiel für Spiel. Die Früchte konnten wir mit dem Gewinn der Vorrunde einfahren.

Die Finalpaarung hiess wie schon letztes Jahr: Aarburg gegen SV Bergdietikon. Ein zweites Mal wollte sich der Gegner nicht mehr so vorführen lassen und wehrte sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen eine Niederlage. Nur mit Mühe, Not, allen restlichen Kräften und der lautstarken Unterstützung der Angereisten gelang es uns, ein Unentschieden zu realisieren. Da Bergdietikon die Vorrunde souverän für sich entschied, war uns der Turniersieg sicher.

Als Überraschung und Stärkung der ausgelaugten Spieler backte meine Tochter Selina einen neunteiligen Dreikönigskuchen. Der Gaumenschmaus war im Nu weg und nur noch einige Krümmel auf dem Boden zeugten vom feinen Hefegebäck.

 

Wie jedes Jahr wird die ganze Mannschaft samt Anhang bei mir zuhause die gewonnen Naturalien vertilgen und dabei gemütliche Stunden verbringen. Das gibt „Kitt“ und die Zuversicht, dass die Geschichte des Unihockeyteams mit drei Generationen noch eine Weile weitergeschrieben wird.

 

Peter Brücker

 

 Die siegreiche Mannschaft v.l.: Lukas Nabold, Stefan Schirillo, Stephan Hauck, Robin Deisl, Peter Brücker, Patrick Lohri, Hanspeter Heidelberger und Patrick Regez